Juni 3, 2021

Die richtige Beleuchtung im Arbeitszimmer

Eine gute Beleuchtung im Büro ist Voraussetzung für eine angenehme und konzentrationsfördernde Arbeitsatmosphäre. Tageslicht, die richtige Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung, Büroleuchten mit den richtigen Lumen- und Luxwerten und eine gute Grundhelligkeit sind Voraussetzung für gesunde und motivierte Mitarbeiter. Es ist auch möglich, Büroräume mit innovativen Lichtsteuerungssystemen auszustatten, die ganz automatisch für eine optimale Beleuchtung sorgen. Hier erfahren Sie, was Sie über die gesetzlichen Anforderungen an die Beleuchtung in Büros wissen sollten.

Tageslicht als wesentlicher Faktor für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen

Eine gute Versorgung mit Tageslicht ist für die richtige Beleuchtung im Arbeitszimmer unerlässlich. Im Arbeitszimmer sollte so viel Tageslicht wie möglich genutzt werden. Schließlich ist das Tageslicht unersetzlich. Tageslichtlampen können natürliches Licht imitieren, aber nur echtes Sonnenlicht kann die biochemischen Prozesse im Körper auslösen. 

Das Licht, das durch die Fenster von außen in das Büro fällt, wirkt sich positiv auf die Konzentration und Motivation aus; die Mitarbeiter werden nicht so schnell müde und unkonzentriert. 

Im Übrigen: Ein Zuviel an Tageslicht gibt es nicht. Wenn im Sommer die Sonne viele Stunden ins Büro scheint, bieten Jalousien und Rollos einen hervorragenden Schutz und regulieren den Lichteinfall.

Tageslicht Homeoffice
Entwurf: Studio Carver/ Foto: Richard Chivers

Direkte und indirekte Beleuchtung im Büro: die richtige Kombination macht den Unterschied

Eine gute Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung ist entscheidend für Produktivität und Effizienz. Indirekte Beleuchtung bezieht sich auf die allgemeine Hintergrundhelligkeit, die durch Reflektionen von Wänden, Böden und Decken erreicht wird. Direkte Beleuchtung hingegen wird erreicht, wenn das Licht direkt auf den Schreibtisch und die Arbeitsfläche gerichtet ist. 

Für die indirekte Beleuchtung im Büro eignen sich besonders Wand- und Deckenleuchten, die sich harmonisch in die übrige Einrichtung einfügen. Deckenleuchten sollten nicht direkt über den Arbeitsplätzen angebracht werden, damit sich die Helligkeit gut im Raum verteilt. Auf diese Weise können Deckenleuchten im Büro auch ständig eingeschaltet bleiben.

Büro Loft Design
VizLine-Studio

Für die direkte Beleuchtung sollte jeder Mitarbeiter über eine Schreibtischlampe verfügen. Die Arbeitsplatzleuchten werden seitlich am Schreibtisch platziert - je nachdem, ob der Mitarbeiter Rechts- oder Linkshänder ist - und dürfen auf keinen Fall zu Reflexionen auf dem Bildschirm führen. Außerdem ist es ratsam, flexible, dimmbare Schreibtischlampen mit individuell einstellbaren Lampenköpfen und integriertem Farbwechsel zu wählen.

Übrigens: Die Schreibtischbeleuchtung sollte immer als Ergänzung zur Gesamtbeleuchtung im Büro betrachtet werden. Schreibtischlampen als einzige Lichtquelle sind definitiv zu dunkel!

Tipp: Auch bei der Büroeinrichtung und der Lichtgestaltung sollte darauf geachtet werden, Spiegelungen im Raum zu vermeiden, die zum Beispiel durch Wandbilder, Chromoberflächen oder Hochglanzfronten entstehen können.

Bürolampe
Ferm Living

Trend: dynamische Lichtsteuerung im Büro

Am Morgen bewirkt normales Tageslicht, dass unser Körper aufgrund des hohen Blauanteils Serotonin ausschüttet, was sich positiv auf Konzentration und Aufmerksamkeit auswirkt. Nachmittags hingegen steigert langwelliges Licht mit erhöhtem Rotanteil die Melatoninausschüttung, was sich gegenteilig auf unsere Leistungsfähigkeit auswirkt: Sie sinkt - es fällt uns schwerer, konzentriert zu bleiben. 

Die dynamische Lichtsteuerung passt sich dem natürlichen Verlauf des Sonnenlichts an. Zum Beispiel wird die Beleuchtungsstärke zur Mittagszeit auf bis zu 1.000 Lux geregelt, um dem Mittagstief entgegenzuwirken.

Auf diese Weise wird der Biorhythmus der Mitarbeiter unterstützt, was sich positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität im Büro auswirkt.

die richtige Bürobeleuchtung

Gesetzliche Anforderungen an die Bürobeleuchtung

In der Arbeitsstättenverordnung sind die Anforderungen, die der Gesetzgeber an die Beleuchtung von Büroarbeitsplätzen stellt, gesetzlich geregelt.

Diese sind:

1. Das Beleuchtungsniveau muss an die Sehaufgabe angepasst sein. 

Entscheidend ist dabei die Beleuchtungsstärke, die mindestens 500 Lux betragen sollte. Fachleuchten empfehlen noch höhere Werte: 1.000 Lux in Kombination mit einer Lichtfarbe von 5.300 K (das entspricht Tageslichtweiß) wird nach deren Aussage von vielen Menschen als besonders angenehm empfunden.

Es sollte auch beachtet werden, dass die Farbe von Wänden, Böden und Decken durch die Reflexion einen entscheidenden Einfluss auf die Helligkeit im Büro hat. So ist es empfehlenswert, zumindest als Farbe für die Bürowände Weiß zu wählen, da das einfallende Licht so zu unglaublichen 85% reflektiert wird.

2. eine gleichmäßige Leuchtdichte.

Die Helligkeit zwischen Arbeitsplatz und Büroumgebung sollte nicht zu stark variieren und gleichzeitig nicht zu ausgeglichen sein (z. B. durch indirekte Beleuchtung), da sonst ein monotoner Raumeindruck entsteht, der sich wiederum negativ auf die Produktivität auswirkt.

3. helle Farbe 

Optimal sind Bürolampen mit 5.300 K (Tageslichtweiß).

4. flimmerfrei

5. Farbwiedergabe

Die durch künstliches Licht erzeugten Farben sollten den natürlichen Farben so nahe wie möglich kommen. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, Büroleuchten mit einer hohen Farbwiedergabeeigenschaft (gemessen in Ra) zu wählen.

6. direkte Blendung und Reflexblendung vermeiden

7. gute Wiedergabe von Körpern (Schattigkeit) und Vermeidung störender Schatten.

Schattigkeit bedeutet hier, dass Schatten für eine gute Erkennung von Objekten wichtig sind - sonst würden wir nur zweidimensional sehen.

Erfahren Sie mehr über die Einrichtung Ihres Heimbüros.

In unserem Artikel erfahren Sie auch, wie Sie Ihr Arbeitszimmer in andere Räume integrieren können .

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Carina KümmekeCarina Kümmeke
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