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Die richtige Arbeitsplatz-Beleuchtung im Büro

Essentiell für eine angenehme und konzentrationsfördernde Arbeitsatmosphäre ist eine gute Beleuchtung im Büro. Tageslicht, der richtige Mix aus direkter und indirekter Beleuchtung, Büroleuchten mit den richtigen Lumen- und Lux-Werten sowie eine gute Grundhelligkeit sind das A und O für gesunde, motivierte Mitarbeiter. Zudem besteht die Möglichkeit, Büroflächen mit innovativen Lichtsteuerungssystemen auszustatten, die ganz automatisch für eine optimale Beleuchtung sorgen. Was du darüber hinaus über die gesetzlichen Vorschriften zur Beleuchtung in Büros wissen solltest - das liest du hier.
Tageslicht als essentieller Faktor für die Büro-Beleuchtung

Eine gute Versorgung mit Tageslicht ist unabdingbar für eine korrekte Beleuchtung im Office. Dabei sollte so viel Tageslicht wie möglich in den Büroräumen genutzt werden. Denn: Tageslicht ist unersetzlich. Tageslichtlampen können das natürliche Licht zwar nachempfinden, aber die biochemischen Vorgänge im Körper können nur echtes Sonnenlicht auslösen. 

Dabei wirkt sich das Licht, das von außen durch Fenster ins Büro dringt, positiv auf Konzentration und Motivation aus, Mitarbeiter werden nicht so schnell müde und unkonzentriert. 

Übrigens: Ein Zuviel an Tageslicht gibt es nicht. Wenn im Sommer die Sonne viele Stunden ins Office scheint, bieten Jalousien und Rollos einen hervorragenden Schutz und regulieren den Lichteinfall.

Entwurf: Studio Carver/ Foto: Richard Chivers


Direkte & indirekte Beleuchtung im Büro: die richtige Kombination macht's

Eine gute Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung ist essentiell für Produktivität und Effizienz. Dabei bezeichnet indirektes Licht die allgemeine Grundhelligkeit, die durch Reflexionen von Wänden, Böden und Decken erreicht wird. Eine direkte Beleuchtung wird dagegen erzielt, wenn Licht direkt, also gerichtet, auf Schreibtisch und Arbeitsfläche gelenkt wird. 

Zur indirekten Beleuchtung im Büro eignen sich vor allem Wandlampen und Deckenleuchten, die sich harmonisch in die übrige Einrichtung einfügen. Dabei sollten Deckenlampen nicht direkt über den Arbeitsplätzen installiert werden, sodass sich die Helligkeit gut im Raum verteilt. Auf diese Weise können Büro-Deckenleuchten auch die gesamte Zeit eingeschaltet bleiben.

VizLine-Studio

Zur direkten Beleuchtung sollte jedem Mitarbeiter eine Schreibtischlampe zur Verfügung stehen. Die Arbeitsleuchten werden seitlich auf dem Tisch platziert - je nachdem, ob der Mitarbeiter Rechts- oder Linkshänder ist - und dürfen auf keinen Fall Reflexionen auf dem Monitor erzeugen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, flexible, dimmbare Schreibtischlampen mit individuell verstellbarem Lampenkopf und integriertem Farbwechsel zu wählen.

Übrigens: Die Schreibtischbeleuchtung sollte stets als Ergänzung zur Gesamtbeleuchtung im Büro betrachtet werden. Schreibtischlampen als einzige Lichtquellen sind definitiv zu dunkel!

Tipp: Bei der Büroausstattung und dem Beleuchtungskonzept sollte auch darauf geachtet werden, Reflexionen im Raum zu vermeiden, die beispielsweise durch Wandbilder, verchromte Flächen oder Hochglanzfronten erzeugt werden könnten.

Ferm Living


Trend: dynamische Lichtsteuerung im Büro

Normales Tageslicht führt am Vormittag dazu, dass unser Körper durch den hohen Blauanteil Serotonin ausschüttet, was einen positiven Einfluss auf Konzentration und Aufmerksamkeit hat. Nachmittags dagegen, kurbelt langwelliges Licht mit erhöhtem Rotanteil die Melatonin-Ausschüttung an, was sich gegenteilig auf unsere Leistung auswirkt: sie fällt ab - es fällt uns schwerer, fokussiert zu bleiben. 

Eine dynamische Lichtsteuerung passt sich dem natürlichen Verlauf des Sonnenlichts an. So wird beispielsweise die Beleuchtungsstärke am Mittag auf 1.000 lux hoch reguliert, um dem Mittagstief entgegenzuwirken.

Auf diese Weise wird der Biorhythmus der Angestellten unterstützt, was sich positiv auf Gesundheit, Wohlergehen und Produktivität im Büro auswirkt.



Gesetzliche Vorschriften zur Büro-Beleuchtung

In der Arbeitsstättenverordnung ist gesetzlich geregelt, welche Anforderungen der Gesetzgeber an die Beleuchtung von Büro-Arbeitsplätzen stellt.

Diese sind:

1. Das Beleuchtungsniveau ist der Sehaufgabe anzupassen. 

Maßgeblich ist hier die Beleuchtungsstärke, die mindestens 500 lux betragen sollte. Fachleuchten empfehlen sogar höhere Werte: 1.000 lux in Kombination mit einer Lichtfarbe von 5.300 K (was Tageslichtweiß entspricht) wird nach ihrer Aussage von vielen Menschen als besonders angenehm empfunden.

Zudem gilt zu beachten, dass die Farbe von Wänden, Fußböden und Decken aufgrund der Reflexion einen entscheidenden Einfluss auf die Helligkeit im Büro hat. So empfiehlt sich Weiß zumindest als Farbe für die Bürowände zu wählen, da das einfallende Licht so zu unglaublichen 85% reflektiert wird.

2. Eine gleichmäßige Leuchtdichte.

Die Helligkeit zwischen Arbeitsplatz und Büroumgebung sollte nicht zu stark variieren und gleichzeitig nicht zu ausgewogen sein (beispielsweise durch eine indirekte Beleuchtung), da sonst ein monotoner Raumeindruck entstehen würde, der sich wiederum negativ auf die Produktivität auswirkt.

3. Lichtfarbe 

Bürolampen mit 5.300 K (Tageslichtweiß) sind optimal.

4. Flimmerfreiheit

5. Farbwiedergabe

Farben, die durch künstliches Licht erzeugt werden, sollten den natürlichen Farben möglichst nahe kommen. Dazu empfiehlt es sich, Büroleuchten mit einer hohen Farbwiedergabeeigenschaft zu wählen (gemessen in Ra).

6. Direkte Blendung und Reflexblendung vermeiden

7. Gute Wiedergabe von Körpern (Schattigkeit) und Vermeidung störender Schatten

Schattigkeit bedeutet dabei, dass für ein gutes Erkennen von Gegenständen Schatten wichtig sind - sonst würden wir nur zweidimensional sehen.

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